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Natürliche Hilfe bei Thrombose

Thrombose ist eine häufige und gefährliche Erkrankung, die potentiell lebensbedrohlich verlaufen kann. Daher ist schnelles Handeln beim geringsten Verdacht angezeigt. Denn nur in ärztlicher Behandlung lässt sich eine Thrombose richtig behandeln. Aber außerhalb des akuten Thrombosegeschehens fragen sich viele Patienten, ob es natürliche und nebenwirkungsarme Möglichkeiten gibt, Thrombose vorzubeugen und eine Therapie zu unterstützen. Wir wollen im Folgenden einige naturheilkundliche Verfahren vorstellen und uns ansehen wie wir diese anwenden können.

Homöopathische Behandlung

Bei der homöopathischen Behandlung soll Gleiches mit Gleichem behandelt werden.

Welche Verfahren gibt es neben der klassischen Schulmedizin?

Es gibt unterschiedliche Ansätze, um bei einer Thrombose unterstützend tätig zu werden. Es können ein oder mehrere Mittel aus den folgenden Therapiebereichen zum Einsatz kommen:

  • Homöopathie
  • Naturmedizin
  • Schüßlersalze

 

Man kann problemlos die verschiedenen Therapiebereiche miteinander kombinieren. Am besten probiert man unterschiedliche aus und findet für sich selbst heraus, welche Therapien einem gut tun.

Wie funktioniert Homöopathie?

Bei der homöopathischen Behandlung soll Gleiches mit Gleichem behandelt werden. Es werden also Stoffe ausgewählt, die vergleichbare Beschwerden auslösen wie die Krankheit, die bekämpft werden soll. Nach sehr starker Verdünnung, in der Fachsprache Potenzierung genannt, soll es Linderung bei entsprechenden Beschwerden bringen. Folgende Mittel werden typischerweise bei Thrombosepatienten angewendet:

  • Mutterkorn (Secale cornutum)
  • Holzkohle (Carbo vegetabilis
  • Lachesis (Gift der Buschmeisterschlange)

 

Mutterkorn soll dabei helfen, Durchblutungsstörungen der Gefäße zu verbessern. Beim Mutterkorn handelt es sich um einen Pilz, der Getreidegräser befällt. Der Pilz produziert giftige Stoffe, die zu starken Gefäßschäden führen. Außerdem verursacht er Durchblutungsstörungen. Durch die Potenzierung sollen diese Wirkungen jedoch nicht auftreten, sondern stattdessen die Beschwerden gelindert werden.

Holzkohle dagegen wird in der Homöopathie verwendet, wenn der Patient unter entzündeten Gefäßen leidet. Auch bei Krampfadern oder auch Hämorrhoiden wird Holzkohle von Homöopathen empfohlen.

Daneben wird auch das Gift der Buschmeisterschlange empfohlen. Die Buschmeisterschlange lebt im Süden des amerikanischen Kontinents. Sie produziert ein sehr tödliches Gift. Wird man gebissen zerstört das Gift die Zellen im Blut. Außerdem führt das Gift dazu, das sich die Gefäße entzünden und Thrombosen entstehen.

Wie hilft Naturmedizin bei Thrombose?

Im Bereich der Naturmedizin kommen vor allem Heilpflanzen zum Einsatz. Dabei werden häufig Pflanzen verwendet, die schon seit vielen Jahrhunderten zu diesem Zweck verwendet werden. Oft ist die beschriebene Wirkung nur überliefert und ein wissenschaftlicher Beweis fehlt oftmals. Trotzdem spricht nichts dagegen, einige Heilpflanzen auszuprobieren. Vielleicht können so einige der Beschwerden, die bei einer Thrombose entstehen, behandelt werden. Bei den folgenden typischen Beschwerden einer Thrombose werden Heilpflanzen angewendet:

 

Ginkgo-Blätter und Buchweizen sollen gegen Durchblutungsstörungen helfen. Erhältlich sind sowohl Extrakte als auch Tees. Vor der Einnahme von Ginkgo Extrakten sollte Rücksprache mit dem Arzt gehalten werden, da der blutverdünnende Effekt sehr stark sein kann.

Gegen geschwollene Beine werden sowohl Rosskastanien, Mäusedornwurzel, Buchweizenkraut und rotes Weinlaub angewendet. Auch hier gibt es sowohl Tees als auch Extrakte. Knoblauch wird derzeit intensiv untersucht. Er soll eine gefäßschützende Wirkung haben. Regelmäßig konsumiert soll er hilfreich sein, um die Blutgefäße gesund zuhalten.

Wie sollen Schüßlersalze helfen?

Die Behandlungsidee bei den Schüßlersalzen liegt darin, fehlende Mineralstoffe zu ersetzen. Denn fehlen bestimmte Salze in den Körperzellen äußert sich das – gemäß der Philosophie der Schüßlermedizin – in typischen Beschwerdebildern. Ergänzt man die fehlenden Salze, sollen sich auch die zugehörigen Beschwerden bessern. Die Schüßlersalze werden ebenfalls in homöopathischer Verdünnung angeboten.

Bei der Behandlung von Thrombosebeschwerden wird typischerweise Magnesiumfluorid (Magnesium flouratum) empfohlen. Das Mittel soll gegen Venenentzündungen und Schwellungen der Beine helfen. Auch soll dadurch die Arbeit des Lymphsystems angeregt werden. Dies unterstützt die Funktion der Gefäße.

Was sind die Einschränkungen der naturheilkundlichen Verfahren?

Wichtig ist hier noch einmal anzusprechen, dass die genannten Verfahren keinen Ersatz für eine schulmedizinische Behandlung sind. Die Thrombose ist eine lebensgefährliche Krankheit und muss sofort ärztlich behandelt werden. Für homöopathische Mittel und die Schüßlersalze fehlen immer noch ein wissenschaftlicher Beweis für deren Wirksamkeit. Auch bei vielen Heilpflanzen gibt es keine oder nur ungenügende wissenschaftliche Wirknachweise. Die Mittel dürfen nur unterstützend angewendet werden und sind keine eigenständige Therapie. Bei Fragen wenden Sie sich bitte immer an Ihren Arzt oder einen Apotheker.